Bitte meditieren Sie
Von Lukas am Mittwoch, 24. Februar 2010 16:27
Ihr Tag ist schlecht gelaufen, Sie entsprechend gelaunt?
Bitte entspannen Sie — Jetzt!
Kategorie: My Shared Folder | Kommentare (9)
Von Lukas am Mittwoch, 24. Februar 2010 16:27
Ihr Tag ist schlecht gelaufen, Sie entsprechend gelaunt?
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Von Lukas am Freitag, 5. Februar 2010 0:20
Musikjournalisten erzählen häufiger, dass sie relativ wenig Ambitionen hätten, ihre persönlichen Helden zu treffen. Zu groß ist die Angst, dass sich der über lange Jahre Bewunderte als langweilig oder – schlimmer noch – unsympathisch herausstellt, dass einem keine guten Fragen einfallen oder man versehentlich die eigenen Freunde mit reinzieht.
Vor Sven Regener habe ich einen Heidenrespekt: Die Musik seiner Band Element Of Crime begleitet mich schon länger, die letzten beiden Alben habe ich rauf und runter gehört und seine Romantrilogie über Frank Lehmann habe ich mit großem Gewinn gelesen. Außerdem muss ich immer an jenes legendäre Interview mit der (inzwischen fast schon wieder völlig vergessenen) “Netzeitung” denken.
Es hätte also gute Gründe gegeben, sich nicht um ein Interview mit dem Mann zu bemühen, obwohl er mit Element Of Crime in Bochum war. Aber ein kurze Begegnung beim letztjährigen Fest van Cleef hatte mich so weit beruhigt, dass ich gewillt war, mich auf das Experiment einzulassen.

Kurz bevor es losging sagte er: “So, wir duzen uns. Ich bin Sven.” Gut, dass das vorab geklärt ist, Respektspersonen würde man ja sonst auch siezen.
Wie das Gespräch dann lief, können Sie jetzt selber hören und beurteilen. Zu den Themen zählen Sven Regeners Tourblog, kleinere Städte, “Romeo und Julia”, Coverversionen und Vorbands.
Interview mit Sven Regener
(Zum Herunterladen rechts klicken und “Ziel speichern unter …” wählen.)
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Von Lukas am Donnerstag, 31. Dezember 2009 10:55
Für alle, die außerhalb ihres Zuhauses ins Neue Jahr feiern wollen:
Für alle:
DADADA-2010 from eric peltier on Vimeo.
Und für alle, die immer noch nicht genug haben: Echt – 2010
Guten Rutsch und alles Gute!
Bis zum 10. Januar können Sie noch über die besten Irgendwasse des Jahres 2009 abstimmen und Karten für das Kilians-Konzert in Dinslaken gewinnen.
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Von Lukas am Dienstag, 27. Oktober 2009 16:33
Apropos Oh, Napoleon: Die sind mit ihrem Song “Lovers In Your Head” auch auf einem aktuellen Filmsoundtrack vertreten.
Der Film heißt “Gangs” und der Höher-schneller-weiter-Trailer verspricht, ganz nach dem schönen Motto “LASS LIEBER ALLES ANZÜNDEN!”, mehr. Von allem:
Motorräder!
Masken!
Scratches!
Ballett!
Jimi Blue Ochsenknecht!
Wilson Gonzales Ochsenknecht!
Liebe!
Cabrios!
Hunde!
Kriminelle!
Konflikte!
Brüder!
Verfolgungsjagden!
Oneliner!
Pinkelwitze!
Kalauer!
Donots!
Isses nich doll? Diese Mischung aus “West Side Story” und “Die wilden Kerle”, aus “Die fetten Jahre sind vorbei” und “James Bond — Der Morgen stirbt nie”? Das muss ja ein Hit werden.
Und trotzdem hat der Film – wohl, weil die Altersfreigabe ab 12 Jahren die Kernzielgruppe aussiebt – nach drei Wochen eher enttäuschende 345.359 Zuschauer.
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Von Lukas am Samstag, 17. Oktober 2009 13:18
Ein Bekannter meinte mal, bei Travis habe doch auch schon der “Chris-de-Burgh-Effekt” eingesetzt: “Nur noch in Deutschland erfolgreich.”
Nun ja: Die ganz großen Erfolgszeiten der vier Schotten sind vorbei. Coldplay füllen weltweit Stadien, während sich die Veranstaltungsorte bei Travis langsam aber sicher von “Hallen” in Richtung “Clubs” zu verschieben scheinen. Chris Martin ist wenigstens anständig genug zu erklären, dass es seine Band ohne Travis nie gegeben hätte.
Man könnte mutmaßen, dass es vor allem wirtschaftliche Gründe hat, wenn im Moment nicht Travis als Band mit Tour-Keyboarder und Livecrew die USA bereisen, sondern Fran Healy und Andy Dunlop allein mit ihren Akustikgitarren unterwegs sind. Aber selbst wenn dem so wäre, würde ich einiges dafür geben, mir die beiden in richtig kleinen Clubs anschauen zu können.

Einen kleinen Einblick kann man auch als Europäer bekommen, denn Fran Healy war in der Redaktion von “Spin” zu Gast und hat den Mitarbeitern drei Songs vorgesungen, die jetzt als Videos im Internet stehen.
Los geht’s mit “20″, jener “All I Want To Do Is Rock”-B-Seite, die einst fester Bestandteil im Liveset war. Es folgt “Writing To Reach You”, bei dessen Anblick mir schlagartig wieder einfiel, warum ich vor neuneinhalb Jahren angefangen hatte, mir selbst das Gitarrenspiel beizubringen. Zu guter letzt gibt es “The Little Things In Life”, ein Cover der eher unbekannten Band Green On Red. Alles tadellos gespielt und gesungen und mit ein paar netten Worten anmoderiert.
Fran Healy unplugged bei Spin.com
Das Video funktioniert bei mir nicht im Firefox, versuchen Sie’s zur Not mal mit einem anderen Browser.
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Von Lukas am Dienstag, 13. Oktober 2009 17:35
Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn Sie nicht auf Anhieb wissen, wer Levi Johnston ist. Immerhin würde diese Unkenntnis belegen, dass die albernen Nicht-Schlagzeilen deutscher Boulevardmedien vergangene Woche an Ihnen vorbei gegangen sind. Levi Johnston jedenfalls ist der Vater des Enkelkinds von Sarah Palin, Punkt.
Die Namen Nick Hornby und Ben Folds sollten Ihnen – gerade als regelmäßige Coffee-And-TV-Leser – allerdings schon etwas sagen. Der englische Bestsellerautor hat Texte geschrieben, die vom amerikanischen Pianobarden vertont wurden — was ja an sich schon mal eine Traummeldung für Musiknerds ist.
Um die beiden etwas wackelig in der Luft hängenden Absätze dort oben mal zusammenzuführen: Nick Hornby und Ben Folds haben einen Song namens “Levi Johnston’s Blues” geschrieben (Kerntextzeile: “Ya fuck with me and I’ll kick your ass”). Und den gibt es jetzt bei der “Huffington Post” zu hören.
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Von Lukas am Montag, 12. Oktober 2009 14:56
Fools Garden zählen auch nicht unbedingt zu den Bands, die einem als erstes zum Wort “cool” einfielen. Der Erfolg ihrer Single “Lemon Tree” vor dreizehn Jahren war einfach zu groß gewesen und hatte sie dann schnell in die Schublade der one hit wonders katapultiert: bei vier Wochen Nummer Eins wird es halt schwer, das noch zu toppen. (Wenn man den sympathisch Beatle-esken Britpop von Fools Garden mit der Musik heutiger Erfolgsbands wie Revolverheld vergleicht, könnte man schnell auf die Idee kommen, sich die Neunziger zurück zu wünschen.) Fools Garden haben sich von ihrem Image offenbar nicht beirren lassen und mit einer treuen Fanbase einfach immer weiter gemacht — dieser Tage erschien daher ihr Best Of “High Times”, das 15 Songs enthält, von denen 14 nicht “Lemon Tree” heißen.
Zu Promotionszwecken hat sich die Band etwas ganz besonderes einfallen lassen (möglicherweise gab es so etwas auch vorher schon mal, aber ich bin schlicht zu faul, in der Richtung zu recherchieren, weil mir die passenden Google-Begriffe nicht einfallen wollen). Jedenfalls gibt es eine “Webtour”, bei der jeden Tag ein anderer Song auf einer anderen (teils exotisch anmutenden) Website zum kostenlosen Download angeboten wird. Ich halte das für eine sehr schöne Idee und wenn man von vorne bis hinten mitmacht, hat man am Ende das ganze Album für umme.
Zu den Seiten, auf denen der heutige Gutscheincode zu finden ist, gehört taubenstrasse.de, die Website meiner guten Freundin und Hausfotografin Martina, die auch das Artwork für “High Times” entworfen hat.
Der heutige Song heißt übrigens “Lemon Tree”.
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Von Lukas am Donnerstag, 24. September 2009 15:32
Die nun folgende Geschichte ist an keiner Stelle logisch oder relevant:
Vor etwa zwei Wochen bekritzelte jemand in Hamburg ein Wahlplakat von Angela Merkel. Unter “Die Kanzlerin kommt.” schrieb er (oder sie): “Und alle so: ‘Yeaahh’”.
Jemand photographierte das Ergebnis und lud es bei flickr hoch, waraufhin es René von Nerdcore entdeckte und selbst darüber bloggte.
Auch bei Spreeblick wurde darüber gebloggt und die Geschichte entwickelte sich zu einem sogenannten Mem.
Johnny Haeusler bat um die Zusendung von “Yeaahh”-Sounds und bastelte daraus einen Song, der schon einige Male geremixt wurde. Letzten Freitag gab es einen Flashmob in Hamburg und gestern berichteten sogar die Tagesthemen darüber.
Das alles arbeitete irgendwo unterbewusst in meinem Hirn. Als ich heute Morgen erwachte, hatte ich einen Song im Ohr, von dem ich wusste, dass ich ihn nur wieder loswürde, wenn ich ihn aufnähme. Und das hab ich dann getan, inklusive einiger von Johnnys “Yeaahh”-Samples.
Es singt für Sie das Coffee-And-TV-Orchester:
Hier rechts klicken und “Ziel speichern unter” wählen.
Falls jemand so verrückt ist, und daraus auch noch einen Remix bauen will, stelle ich die einzelnen Spuren gerne später noch online.
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Von Lukas am Mittwoch, 23. September 2009 22:02
Starsailor können sich noch so Mühe geben: Wirklich cool werden die vier Briten in diesem Leben nicht mehr.
Als James Walsh am Montagnachmittag in der CD-Abteilung des Hamburger Saturn-Marktes ein kurzes Akustikset spielt, stehen die Fans (von denen nicht mordsmäßig viele gekommen sind) zwischen Regalen, die mit “Schlager” beschriftet sind, um Autogramme an. Da kann man dann auch noch Abbas “Dancing Queen” covern, ohne dass es Einfluss auf die credibility hätte. Schön ist es trotzdem.
Zweieinhalb Stunden später sitzt James Walsh im Backstageraum der Fabrik und langweilt sich. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er das auch während unseres Interviews (siehe unten) tut, aber da müssen wir gemeinsam durch. Die Themen: Rock’n'Roll-Klischees, Politik und Jeremiah Duggan, über dessen mysteriösen Tod die Band vor vier Jahren einen Song geschrieben hat. Walsh antwortet höflich bis nett und dass er eine Stunde vor dem Auftritt keinen Bock hat, endlos zu reden, kann man ja auch verstehen.

Nach zwölf Minuten sind Martina und ich fertig mit Fotos und Interviews und es kommt noch zu einer Norbert-Körzdörfer-esken Szene, als Walsh uns mit großer Geste auffordert, uns doch noch aus dem Kühlschrank zu bedienen. “It’s Guinness, that’s the real thing”, sagt er und ich denke, ich hätte mal besser gucken sollen, von welcher Marke seine Armbanduhr war.
Nach der Vorband (Oh, Napoleon aus Krefeld, hören Sie da ruhig mal rein) steht ein anderer James Walsh auf der Bühne: Er ist hellwach, scherzt mit seiner Band und erinnert kein bisschen mehr an den scheuen Anfang-Zwanziger, der sich vor acht, neun Jahren am liebsten hinter dem Mikrofonständer versteckt hätte. Anders als bei den letzten Touren gibt es keinen zusätzlichen Gitarristen mehr, Walsh spielt alles selbst und das kann er durchaus gut. Fünf Songs spielen Starsailor vom aktuellen Album “All The Plans” — einen weniger als vom Debüt “Love Is Here”.

Was einem vermutlich wieder keiner glauben wird: Die Band hat live in den letzten Jahren schon immer ordentlich gerockt, heute Abend tut sie es besonders. Walsh freut sich über das beste Publikum, das sie in Deutschland je gehabt hätten, und man ist geneigt, das nicht als Spruch abzutun: Die Fabrik kocht und wenn ich im Schätzen von Menschenmassen nicht so unfassbar schlecht wäre, könnte ich meine Behauptung, es handele sich auch um das größte Publikum, das die Band in Deutschland je hatte, auch ein wenig untermauern. Wirklich viele waren es leider trotzdem nicht.
Der Stimmung tut das keinen Abbruch, neue Songs werden warm aufgenommen, alte bejubelt. Ein Fan sagt, er sei aus Japan gekommen, will aber seinen Namen nicht nennen: “Liking Starsailor can get you into real trouble”, lacht James Walsh und man ist sich gar nicht sicher, ob das jetzt Koketterie oder eine realistische Einschätzung des Bandimages ist. Aber Image ist nichts, entscheidend ist auf der Bühne: “Four To The Floor” wird fast von seinen kompletten Disco-Streichern befreit und kommt als krachiger Britpop-Stampfer daher und wird direkt anschließend noch mal in der Remix-Version angestimmt. Letzteres ist zwar nicht neu, macht aber immer wieder Spaß.
Nach dem regulären Schlusssong “Good Souls” gibt es noch eine weitere Zugabe: “Tomorrow Never Knows” von den Beatles. An denen kommt man im Moment wirklich nicht vorbei — auf dem Sofa im Backstageraum lag auch eine der frisch remasterten CDs herum.

Und hier das Interview im Coffee-And-TV-Podcast:
Interview mit James Walsh (Zum Herunterladen rechts klicken und “Ziel speichern unter …” wählen.)
Sie können die Podcasts übrigens auch als eigenen Feed oder direkt in iTunes abonnieren.
Starsailor spielen das letzte Konzert ihrer Deutschlandtour am Sonntag, 27. September im Gloria in Köln.
Fotos: © Martina Drignat.
Kategorie: My Shared Folder, Rock'n'Roll High School | Kommentare (10)
Von Lukas am Freitag, 4. September 2009 12:06
Wenn ein Künstler drei Jahre lang keine neue Musik veröffentlicht hat, ist es eigentlich Quatsch, von einem “Comeback” zu sprechen. Wenn er in der Zeit davor aber quasi im Jahrestakt neue Alben rausgebracht hat, ist die Bezeichnung dann doch legitim.
Robbie Williams kehrt also zurück — und es ist natürlich reiner Zufall, dass dies gut zwei Monate nach dem Tod des Mannes geschieht, den man mal “King of Pop” geheißen hat, und eine Woche nach der möglichen Auflösung der Band, deren anfängliche Freund- und anschließende Feindschaft Williams auch in Indie-Kreisen credible gemacht hat.
Seit heute läuft seine neue Single “Bodies” im Radio und – erst mal nur als Audiotrack – bei YouTube:
Beim ersten Hören fand ich den Song ganz grässlich, dann hielt ich ihn für ein loses rip-off von “How Can You Expect To Be Taken Seriously?” von den Pet Shop Boys (Achten Sie mal auf die Musik im Refrain!), nach etlichen Durchläufen geht’s langsam. Davon, dass man sich wünscht, ein drittes Bein zu haben, um besser tanzen zu können (Selbsteinschätzung Robbie Williams), ist die Nummer jedenfalls ein ganzes Stück weit entfernt. Und von alten Glanztaten sowieso.
Ob Williams mit dieser Musik und dem dazugehörigen Album (Selten dämlicher Titel: “Reality Killed The Video Star”, Veröffentlichung: 9. November) auch ein Comeback im kommerziellen Sinne gelingt, wird sich zeigen. Sein ambitioniertes, aber auch blutleeres letztes Album “Rudebox” pflastert ja heute angeblich chinesische Straßen.
Kategorie: My Shared Folder, Rock'n'Roll High School | Kommentare (17)