Hit me with your Spritzbesteck

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 2. August 2012 19:12

Die Ludwig-Maximilians-Universität zu München (LMU) hat an ihren Toilettentüren einen “Nutzungshinweis” aufgehängt:

“Der Aufenthalt in den Toilettenanlagen ist nur zum Zwecke der Verrichtung der Notdurft gestattet”, heißt es da. Und weiter: “Bei darüber hinaus gehendem unbefugten Verweilen wird ab sofort, ohne Ausnahme, Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt!”

Der Grund, so sueddeutsche.de:

Das Schreiben habe einen ernsten Hintergrund. “Bei der Verwaltung sind Beschwerden von Mitarbeitern und Studenten eingegangen, die sich bedroht fühlten, weil es auf den Toiletten Drogenmissbrauch gab.” Benutzte Spritzen und Blutspuren seien entdeckt worden.

Bebildert ist dieser Artikel mit einem Foto, das mutmaßlich nicht die Toilette der LMU zeigt:

Mit in den Toiletten ausgehängten "Nutzungshinweisen" will die LMU Drogensüchtige abschrecken.

Die Bildunterschrift sah nicht immer so aus. Als der Artikel online ging stand dort:

Sollen sich gerne in den Toiletten der LMU treiben: Drogensüchtige mit ihrem Spritzbesteck.

[Eingesandt von Julius.]

3 Kommentare

  1. Thomas
    2. August 2012, 19:21

    Mhmm, Spritzgebäck!

  2. PabloD
    2. August 2012, 20:42

    Ach, die Gebrauchsspuren von DIESEM Spritzbesteck bekommt man doch ganz leicht mit Cillit GangBang wieder weg. Sollen sich nicht so haben, die Münchner.

  3. SvenR
    3. August 2012, 8:54

    Diese Nutzungshinweise sind ungefähr genauso sinnvoll, wie die Urheberrechtshinweise auf DVDs. Dem Drogenkonsumenten/Raubkopierer sind sie vollkommen egal, dem Toilettenbenutzer/DVD-Gucker stören sie.

    Mich wundert ja, das am Anfang einer CD oder eines MP3 noch keine gesprochene “Raubkopiererwarnhinweise” – selbstverständlich nicht überspringbar – realisiert wurden…

    Ich arbeite in einer britischen Firma, da erscheint vor jedem Anmelden am PC ein länglicher “Man darf sich nur anmelden, wenn man sich anmelden darf”-Hinweis. Was meint ihr, was dass einen “Datendieb” stört? Wir haben mal gemessen, wie lange es vom Erscheinen des Hinweises bis zum Betätigen von “Ok” (es gibt interessanterweise gar kein “Cancel”) dauert. In Deutschland war das in einem Monat mit 22 Arbeitstagen über 150 Stunden.

    Kotz!

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