Apropos kafkaesk

Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 7. März 2012 20:56

Drei Fragen an: Honke RambowDa staunte Honke Rambow, Sprecher des Bochumer Off-Theaters Rottstr 5 Theater, nicht schlecht, als er heute die Lokalausgabe der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” aufschlug!

Verzeihung, da ist mir der Einstieg jetzt doch eine Spur zu lokaljournalistisch geraten! Honke Rambow muss aber tatsächlich erstaunt gewesen sein, als er in der “WAZ” ein Kurzinterview mit sich selbst las — hatte er der Zeitung doch gar keines gegeben.

Er schreibt mir:

Merkwürdig daran ist, dass die Person auf dem Foto ich bin, ich aber nicht mit dem Autor kommuniziert habe, weder telefonisch, noch per mail.

Er habe ihm lediglich im Auftrag der Filmemacher eine Pressemitteilung zugesandt — in der dann ziemlich genau all das steht, was der “WAZ”-Rambow auf die “WAZ”-Fragen antwortet. Lediglich ein paar Rechtschreibfehler habe der zuständige Redakteur in den Text eingebaut:

Pressemitteilung
“Interview” in der “WAZ”
Noch nie wurde ein Text des indisch-britischen Autors Salman Rushdie verfilmt. Schon diese Tatsache macht den Kurzfilm DER GOLDENE ZWEIG von Drehbuchautor und Regisseur Matthias Zucker bemerkenswert. Noch nie wurde ein Text des indisch-britischen Autors Salman Rushdie verfilmt. Schon diese Tatsache macht den Kurzfilm “Der goldene Zweig” besonders. Was sind dessen Bochumer Bezüge?
Entstanden ist der 25minütige Film als Diplomarbeit des Kameramannes Etienne Kordys. Produziert wurde er von der Bochumer Produktionsfirma rougharts mit Unterstützung der Film und Medien Stiftung NRW und der Fachhochschule Dortmund. Die Dreharbeiten fanden in Dortmund, Bochum und Essen statt. Rambow: Entstanden ist der 25minütige Film des Drehbuchautos und Regisseurs Matthias Zucker als Diplomarbeit des Kameramannes Etienne Kordys. Produziert wurde er von der BO-Produktionsfirma Rough Arts, wobei die Dreharbeiten in Dortmund, Bochum und Essen stattfanden, unter Beteiligung viele Bochumer Schauspieler wie Roland Riebeling, Arne Nobel, Katja Uffelmann, Andreas Bittl, Magdalena Helmig oder Martin Bretschneider.
  Worum geht es?
DER GOLDENE ZWEIG erzählt nach der gleichnamigen Shortstory Rushdies die Geschichte von David Gularski, der verzweifelt einen neuen Job sucht. Nach monatelanger erfolgloser Suche, wird ihm klar, dass alle Bewerbungsgespräche stets von der gleichen Person geführt werden, die offensichtlich nur dazu da ist ihn abzulehnen. Gularski entscheidet, dass nur noch drastische Maßnahmen helfen können. In der Kurzgeschichte “Der goldene Zweig” erzählt Rushdie von David Gularski, der einen Job sucht. Nach monatelanger erfolgloser Suche, wird ihm klar, dass alle Bewerbungsgespräche stets von der gleichen Person geführt werden, die offensichtlich nur dazu da ist, ihn abzulehnen. Gularski entscheidet, dass nur noch drastische Maßnahmen helfen…
Die Darsteller dieser durchaus kafkaesken Story sind überwiegend als Schauspieler der Bochumer Theaterszene bekannt und spielen oder spielten sowohl am Schauspielhaus Bochum wie auch am Rottstr5Theater und am Prinz Regent Theater. Allen voran Alexander Ritter, der die Hauptrolle übernommen hat. Neben ihm sind unter anderen Roland Riebeling, Arne Nobel, Katja Uffelmann, Andreas Bittl, Magdalena Helmig und Martin Bretschneider zu sehen. Aus Film- und Fernsehproduktionen wie “Großstadtrevier” und “SOKO Köln” ist Dietrich Adam bekannt, Timur Isik spielte im Ensemble des Münchner Volkstheaters sowie Kino- und Fernsehproduktionen. Die Darsteller dieser durchaus kafkaesken Story sind durch ihre Arbeit am Schauspielhaus, am Theater Rottstraße 5 und am Prinz Regent Theater bekannt. Allen voran Alexander Ritter in der Hauptrolle.
  Wann läuft der Film an?
DER GOLDENE ZWEIG
Premiere Sonntag, 22.4., 12 Uhr Metropolis Kino Bochum, Kurt-Schumacher-Platz 1

Der Vorverkauf beginnt am 1.4.

Premiere ist am Sonntag, 22. April, um 12 Uhr im Metropolis Kino im Hauptbahnhof. Der Vorverkauf startet am 1. April.

Rambow erklärt weiter, dass er das abgedruckte Foto tatsächlich mal der WAZ zur Verfügung gestellt habe, “allerdings in einem völlig anderen Zusammenhang”.

Ein Kommentar

  1. JJ Preston
    9. März 2012, 22:15

    Na, das ist doch wohl diese Kreativität, die so sehr durch das Leistungsschutzrecht eingemauert werden muss, oder?
    (Wer Ironie findet, darf damit ‘ne Eisenhütte aufmachen…)

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