Die Definition von Pop

Von Lukas Heinser am Donnerstag, 1. Juli 2010 18:11
Kategorie: Rock'n'Roll High School, TV On The Radio

Erinnern Sie sich noch an den schrecklichen dänischen Beitrag beim Eurovision Song Contest in Oslo?

Herr Niggemeier und ich haben – während wir versuchten, uns diesen Ohrwurm gegenseitig aus dem Kopf zu prügeln – lange darüber nachgedacht, woran uns dieser Song alles erinnert. “Every Breath You Take” (oder, für die Jüngeren: “I’ll Be Missing You”) war natürlich dabei, mit ein bisschen fremder Hilfe kamen wir auch auf “The Best” von Tina Turner und einen Hauch von “Dancing Queen” kann man im Refrain auch erkennen.

Das alles ist aber harmlos gegen Lady Gaga, die das Prinzip Pop ausfüllt wie niemand sonst dieser Tage. Ihre aktuelle Single “Alejandro” verfügt nicht nur über ein beeindruckend irres Video, sie klingt auch wie hundert bereits bekannte Songs gleichzeitig:


Lady Gaga — Alejandro – MyVideo

Maura Johnston und Jay Smooth haben sich bei NPR ausgiebig Gedanken darüber gemacht und erklären in dreieinhalb Minuten mal eben, wie Popmusik funktioniert.

Lady Gaga Vs. Ace Of Base bei npr.org

13 Kommentare

  1. 1

    DAS MACHST DU DOCH JETZT EXTRA!

  2. 2

    Hmmm, mich wundert, dass der verlinkte Beitrag so tut, als wäre “Don’t turn around” im Original von Ace of Base sei. Ist ja auch nur ein Cover (aber natürlich näher an dem Lady Gaga Lied als z.B. die Version von Aswad; die anderen Versionen, die vor Ace of Base waren, kenne ich gar nicht)

  3. 3

    Sehe gerade, dass das im Begleittext zum Hörspiel durchaus erwähnt ist.

  4. 4

    Schlimm: Ace of Base gelten jetzt als lange genug her, um (plump) nachahmungswürdig zu sein. Ich fühle mich so alt…

  5. 5

    “Dieses Video wurde wegen eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen entfernt.”

  6. 6

    … und durch ein Anderes ersetzt. Danke!

    Ach, wie schön einfach es wäre, wenn man die offiziellen Videos auf YouTube verwenden könnte. Aber die GEMA, die GEMA …

  7. 7

    @Lukas Heinser: Das ist im Grunde Dauerfutter für jedes Blog, das Musikvideos verwendet. Genauso wie “Video enthält Musik von [KONZERN] und ist in Deinem Land nicht verfügbar” oder “Tonspur wurde entfernt”.

    Dass Leute, die Musikvideos bei Youtube gucken, auf keinen Fall die Musik kaufen werden, sieht man ja schon an den Werbeeinblendungen, mit denen für den Kauf geworben wird. Ist doch total logisch!

  8. 8

    ganz großartig. jetzt habe ich seit tagen schon dieses schreckliche lied wieder im ohr, wo ich doch froh war, dass es sich langsam aus meinen gehörgängen verzogen hatte.. wanna know wanna know wanna know what i have to duuuuuuuuuu..

  9. 9

    Ich hab’s getestet: Mit dem zweiten Clip kann man den Ohrwurm vom Ersten töten.

    Gut: Es ist ein hoher Preis …

  10. 10

    aha, die entscheidung zwischen pest und cholera also. ich hab den gegentest gemacht- und jetzt 2kanalton..

  11. 11

    Eines muss man der Frau lassen: Ihre Videos sind groß, fett, ja diese Frau macht noch echte Musikvideos. Und wofür? Für billigen Euro-Pop, für eine Musik, die in Europa eigentlich bereits seit 1999 verboten worden ist. Aber sie ist Amerikanerin. Und wenn Hollywood schon remaked was das Zelluloid hergibt – warum dann nicht auch die Musik Europas kopieren, die mal erfolgreich gewesen ist. Merkt in den USA niemand und in Europa nur alte Nörgler, die schon die Originale zum Ohrenbluten fanden.

    Lady Gaga ist brillant: Sie beweist, der Grüne Punkt funktioniert, ihr Pop ist das musikalische Gegenstück zum Gelben Sack (alles, was sich wiederverwerten lässt, geht zurück in den Verwertungskreislauf, der Rest landet auf der B-Seite ihres Schaffens). Ich meine es ernst, wenn ich diese Frau brillant nenne. Mit solch einem Mist so groß werden – wer schafft das schon?

  12. 12

    @Christian: das Europop-Verbot ist bei den britischen Grand-Prix-Zuständigen aber auch noch nicht ganz angekommen…

  13. 13

    “ESC-winner Trittbrettfahrer”: http://www.amazon.com/Satellit.....038;sr=8-1

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