Neu-Trends — jetzt auch in München und im Internet

Von Lukas Heinser, 30. April 2010 21:35

Wenn Kimberly Hoppe nicht gerade von Beerdigungen twittert, schreibt sie in der „Münchner Abendzeitung“ über Leute und in ihrem Blog über ihr Leben als „LEUTE-Kolumnistin“.

Das ist alles nicht schön, aber man muss schon dankbar sein, dass Frau Hoppe nur über Leute schreibt und nicht etwa über Zeitgeist-Themen. Nachdem sie im vergangenen September das Wort „Vorglühen“ für sich entdeckt (und zum „Wort des Jahres“ ernannt) hatte, ist sie nun auf etwas völlig neues, außergewöhnliches gestoßen:

“Was kann ich tun, um Idioten-Männer mit depperten Gefühlsschwankungen zu vergessen?”, frage ich sie.

Ihre Antwort folgt zackig: “Komm mit in den E-Garten und lass uns Flunkyball spielen!”

Watt???

Muss in der Mini-Martin-Phase schrecklichst gealtert sein und jegliche Neu-Trends verpasst haben. Hilfe!!

Was, bitte, ist Flunkyball!?

Da es schon wieder um Alkohol geht, drängt sich natürlich die Frage auf, ob das diesbezügliche Gefälle zwischen meiner niederrheinischen Heimat und München tatsächlich so groß ist. Vielleicht bekommt, wer Weißbier trinkt, auch sonst nur wenig von der Welt mit.

Flunkyball (Symbolfoto)

Meine erste Begegnung mit diesem crazy … äh: „Neu-Trend“ liegt jedenfalls schon geschmeidige vier Jahre zurück und fand – wie es sich gehört – auf einem Dinslakener Kirchhof statt.

Freuen Sie sich also schon jetzt darauf, wenn Kimberly Hoppe, die Frau, die „Polylux“ jung aussehen lässt, nächstes Jahr das „Konterbier“ entdeckt.

9 Kommentare

  1. Mirea
    30. April 2010, 23:41

    Bald entdeckt sie Flatrateparties ;)

  2. Miro
    1. Mai 2010, 1:47

    Ich weiß gerade nicht ob man sich damit jetzt rühmen kann, aber Flunkyball spielen wir hier im östlichen Ruhrgebiet jetzt seit mindestens vier Jahren…
    Aber Frau Hoppe schießt hier mal wieder den Vogel ab, ihr Name und die Beerdigungsgeschichte sind für mich auf ewig verbunden…

    Mal sehen wie das weitergehen wird :)

  3. Dirk
    1. Mai 2010, 9:48

    Ich wohne zwar auch im Rheinland, eigentlich also weit genug weg von München, habe aber noch nie etwas von Flunkyball gehört. Das mag aber auch einfach daran liegen, dass ich generell Saufspiele eher nicht kenne. :-)

  4. Alberto Green
    1. Mai 2010, 10:23

    @ Dirk: Im Wikipedia-Artikel stehen noch ein paar andere regionale Namen.
    Ich habe das Spiel nie kapiert. Meistens weil ich dafür schon viel zu betrunken war.

  5. Roman
    1. Mai 2010, 10:41

    Hömma… ich kam aus dem Mutterleib und hab meine erste Runde Flunkyball gewonnen. (Witz.)
    Meine Englisch-Lehrerin war im Flunkyballteam, das bei den deutschen Meisterschaften zweiter geworden ist. (Kein Witz.)

  6. SvenR
    1. Mai 2010, 20:59

    Ach, das heißt Flunkyball. In meiner Jugend in Frankfurt hieß das einfach Picheln. Ist aber auch schon gefühlt 15 Milliarden Jahre her.

  7. Tobias
    2. Mai 2010, 21:22

    Ich kannte es bislang auch nur vom Namen her und ich habe in Bayern studiert. Vielleicht braucht man in BY halt einfach keine Trinkspiele um Bier in großen Mengen zu trinken.

    Das einzige was wir gemacht haben sind Bierwanderungen, von Brauerei zu Brauerei und da kommt ganz schön was zusammen.

    PS. Von der Liste mit alternativen Namen wird definitv von „Völkerbier“ gerockt.

  8. Thor
    3. Mai 2010, 11:50

    Ah, dann hat am Wochenende Gladbach wohl gegen 96 eher Flunkyball gespielt, oder?
    Gruß aus München ;-)

  9. Fulanos Worte
    3. Mai 2010, 16:49

    Ja. sie entdeckt für uns einen Trend nach dem Anderen. Wie verwirrt wird sie erst sein, wenn sie herausfindet, dass es im Internet Dating Portale gibt, um neue Männer zum Vergessen zu finden ;-)
    Gruß
    Fulano