Programmhinweis: A Decade Under The Influence
Von Lukas Heinser am Sonntag, 25. Oktober 2009 20:00
Kategorie: Digital Ist Besser, Rock'n'Roll High School
Möglicherweise werden Sie es noch gar nicht mitbekommen haben (es ist mir selbst eher zufällig aufgefallen), aber in ein paar Wochen geht jenes Jahrzehnt zu Ende, das hoffentlich nicht als “Die Nuller” in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Womöglich werden Sie “Kräbääh, kräbääh!” schreien, so wie ich vor zehn Jahren “Kräbääh, kräbääh!” geschrien habe, als alle am 31. Dezember 1999 ins neue Jahrtausend reinfeiern wollten, das doch bekanntlich erst am 1. Januar 2001 beginnen würde. Aber erstens erscheint mir das im Nachhinein durchaus albern und zweitens wird niemand bestreiten können, dass sich ein Jahrzehnt – wenn überhaupt – durch die führende Ziffer, also die dritte Stelle der Jahreszahl, definiert. Daraus folgt: Das namenlose Jahrzehnt erstreckt sich von 2000 bis 2009. Klappe zu, Affe tot.
Da ich über dieses Jahrzehnt erschreckend wenig erzählen kann (“Es fing an, dann war der 11. September und das Dunkel endete erst, als Barack Obama vom Himmel hinabstieg”), habe ich mich für eine etwas andere Rückschau entschieden: In der ambitionierten Serie “A Decade Under The Influence” werde ich in chronologischer Reihenfolge jeweils Montags auf ein Jahr zurückblicken, einen Schwank aus meiner Jugend erzählen (das geht zumindest in den ersten Jahren des Jahrzehnts noch) und dabei meinen jeweiligen Song des Jahres benennen.
Dieser muss nicht notwendigerweise der beste Song des Jahres sein, in manchen Fällen wird er nicht mal mit dem übereinstimmen, was ich am Jahresende bei den Jahrespolls der Musikzeitschriften zum “Song des Jahres” gewählt habe. Die einzige Regel ist: Er muss im jeweiligen Jahr erschienen und auch von mir gehört worden sein. (Mit dieser Regel habe ich gleich mein Lieblingslied “Such Great Heights” abgeschossen, das ich erst ein Jahr nach seiner Veröffentlichung entdeckt habe.) Es könnte persönlich werden, aber ich will versuchen, das zentrale Thema Popkultur nicht aus den Augen zu verlieren.
“A Decade Under The Influence” – an den nächsten zehn Montagen auf coffeeandtv.de
Morgen früh geht’s los!
Sonntag, 25. Oktober 2009 20:48
Was ein Glück, ich bin nicht der einzige, der schon seine Jahrzehntslisten plant… Nur, dass ich natürlich kein tolles Blogfeature draus machen wollte…
Sonntag, 25. Oktober 2009 21:08
Ui das klingt spannend, ich freu mich!
Sonntag, 25. Oktober 2009 21:31
Ich weiß, die Frage ist irgendwie unnütz, aber: Du hast “Kräbääh, kräbääh!” geschrien?
Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, aber nun, da ich es bei dir gelesen habe… Hm.
Sonntag, 25. Oktober 2009 21:39
@Muriel: Vielleicht klang es auch eher so wie “Ihr Trottel, das neue Jahrtausend beginnt doch erst 2001. Es gab ja auch kein Jahr 0!”, aber wer weiß das nach so langer Zeit schon noch genau?
Sonntag, 25. Oktober 2009 22:34
@Lukas: Anwenderfreundlicher ist auf jeden Fall die Kräbääh!-Variante. Ich werde mir die merken.
Sonntag, 25. Oktober 2009 23:16
zu “Kräbääh, Kräbääh” muss aber ein schwarzes Federkleid getragen werden, sonst wirkt’s wirklich albern
Sonntag, 25. Oktober 2009 23:21
PS: zu meinen frühesten Erinnerungen an die 00er gehören tatsächlich diverse Variationen von “Kräbääh” meinerseits, mit denen ich mich bei Freunden und Familie gleichermaßen unbeliebt gemacht habe…aber hey, ich war 12!
Montag, 26. Oktober 2009 10:37
krabähkrabähWie heißt denn eigentlich das kommende Jahrzehnt? Na? 10er Jahre?Montag, 26. Oktober 2009 10:38
Huärgh. Mir fällt gerade auf, dass wir bald wieder die “dreißiger Jahre” haben.
Montag, 26. Oktober 2009 14:24
Zumindest modisch dauern die Jahrzehnte meiner Erfahrung nach üblicherweise bis zum Ende des Jahres 3 des Folgejahrzehnts. Fernsehserien von 1983/84 oder 93/94 belegen dies eindrucksvoll.
Dienstag, 27. Oktober 2009 16:26
[...] Auf die Idee aber, die ganze Dekade nochmal in Einzelschritten Revue passieren zu lassen hat mich Lukas gebracht. Da ich nicht annähernd seine musikjournalistische Kompetenz besitze und große Teile der [...]