Das ist doch kein Einbruch!
Von Lukas Heinser
Veröffentlicht: 20. August 2009 1:08
Eigentlich hätte es nur eines Thesauruses bedurft, um den Artikel zu retten, der heute in der “Hamburger Morgenpost” steht.
Er beginnt wie folgt:
“Die Polizei machte mich zum Einbrecher”
44-Jähriger flüchtete vor Jugendbande auf das Dach einer Halle und brach ein – Herbeigerufene Beamte glaubten ihm nicht
Wenige Zeilen später erfährt der Leser, dass der Mann “durch ein Dach gestürzt war (MOPO berichtete)”.
Doch im Verlauf von zwei aufeinander folgenden Absätzen sorgt der Artikel wieder für hochgradige Verwirrung:
“Ich bin nicht eingebrochen”, erklärt der Hafenarbeiter aufgeregt. [...]
Er sei über einen Palettenstapel auf das Dach geklettert – und wenig später eingebrochen.
Und wenn wir uns jetzt noch den Satz “Ich bin nicht eingebrochen, Herr Wachtmeister, ich bin nur eingebrochen!” vorstellen, klingt es endgültig, als ob sich alles um einen Didi-Hallervorden-Sketch handele, den man schon hundert Mal gesehen hat.

20. August 2009, 7:35
hehe, man kann es natürlich auch auf die hitze schieben…
20. August 2009, 7:46
…oder auf die Wirtschaftskrise
20. August 2009, 8:07
Obwohl er seine Unschuld beteuerte, wollte ihm keiner glauben. Heute ist der ehemalige Hafenarbeiter eingebrochener Mann.
20. August 2009, 13:19
@Muriel
You made my day! xD
20. August 2009, 20:20
mine too!
schönes schmunzelstück
24. August 2009, 12:59
..erinnert mich an die BILD-Ausgabe von “Die Geschichte der O.”, wo der Lesefluss immer wieder brutal an solchen Trennungen zerreißt:
“..nur ein Leuchter er hellte den Raum..”
“.. er schaudernd er kannte Sie..”
*grusel*
15. November 2009, 20:03
[...] ich auch ziemlich regelmäßig selbst die Blogs, die ich gerne lese. Manchmal mache ich damit sehr angenehme Erfahrungen, manchmal aber auch eher unangenehme. In meinem eigenen Blog freue ich mich über so ziemlich jeden [...]