„Something more substantial“

Von Lukas Heinser, 28. Januar 2009 11:50

Mansfield Frazier, ein schwarzer Journalist aus Cleveland, warnt in einem Artikel bei The Daily Beast vor einer zu starken Vereinnahmung des neuen US-Präsidenten.

Eigentlich bezieht er sich dabei auf den Obama-Hype in der black community, wo man bereits Straßen und Schulen nach Barack Obama benannt hat:

When Obama asked us to get involved, I think he was asking us to do something more substantial, like going into the schools and helping by tutoring, not just taking the easy, cheap, and hollow shot of naming a school after him.

Er macht sich aber auch Sorgen, dass Obama noch weiter ausgeschlachtet werden könnte:

Let’s just pray that whites don’t catch the Obama fever at the corporate level. Things could get real ugly then in the marketplace: Obama fries at Mickey D’s.

Offenbar haben die Europäer den Amerikanern da ausnahmsweise mal was voraus.

Hier sind die Neuzugänge seit 1:32 Uhr heute Nacht:

Holländer taufen Apfelsorte "Obama"

[Aus den „Westfälischen Nachrichten“, entdeckt von Johannes]

WÜRZBURG Provinz auf Weltniveau? Yes WÜ can! Info- und Gesprächsabend zur umstrittenen Werbekampagne der Würzburg AG. Kritik hat es reichlich gehagelt an "Würzburg – Provinz auf Weltniveau". Dieter Schneider, in dessen Agentur der im September 2008 vorgestellte Werbespruch entstand, hält diesen nach wie vor für einen "Hammer-Slogan". [...] Dass für die Vermarktung von Würzburg was gehen muss, war bei der Gesprächsrunde herauszuhören. Dieter Schneider verabschiedete die Teilnehmer so optimistisch wie trendgerecht mit "Yes WÜ can".

[Aus der „Mainpost“, entdeckt von Björn]

Yes we did - The Obama Party

[Werbeplakat für eine Party in den Hamburger Docks, eingesandt von Martina]

Um noch mal Mansfield Frazier zu zitieren:

By making Obama something less than seldom seen, we’re at risk of destroying his cool mystique. We’re in danger of trivializing his brand by acting like a pack of mad paparazzi.

[Das Tor zur Hölle]

5 Kommentare

  1. Philip S.
    28. Januar 2009, 15:06

    Danke so was ist mir lieber als die ganzen unzähligen Obama und „Yes We Can“ Nachahmer aufzuzählen und damit nur mit zur trivialisierung beizutragen. Würdest du die nicht alle nennen wären mir bestimmt 90 % entgangen und es käm mir nicht ganz so nervig und blanglos vor wie jetzt.

  2. iolanthe
    28. Januar 2009, 20:06

    die taz macht auch mit, wennn auch nicht ganz so aufrdinglich:
    http://www.taz.de/1/politik/am.....nen-reden/

  3. Christian
    29. Januar 2009, 11:06

    „yes WÜ can“ ist bisher mein höhepunkt! Lukas, du solltest (so sich irgendwann mal ein schlußstrich ziehen lässt) am Ende eine Wahl versanstalten: die beste (oder dümmste) Obama-Anbiederung!

  4. Catty146
    29. Januar 2009, 11:54

    Sorry, aber langsam wird es echt langweilig.

  5. Cornelis Stettner
    29. Januar 2009, 21:46

    Ostfriesland kann übrigens jetzt auch langweilig sein:
    http://www.bsv-kickers-emden.de/0708/

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