Welcome To The Jungle

Von Lukas Heinser am Sonntag, 25. Januar 2009 22:10
Kategorie: Digital Ist Besser, TV On The Radio

Zu den Klängen von Bloc Partys “I Still Remember” endete gestern die vierte Staffel von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”, einer Sendung, die ich für gelungene Unterhaltung halte, wie ich im vergangenen Jahr schon einmal aufgeschrieben habe.

Für das FAZ-Fernsehblog hat Stefan Niggemeier ein Interview mit dem Menschen geführt, der beim Dschungelcamp für die Musikauswahl zuständig ist. Die oft sehr pointierte Zusammenstellung der Titel ist insofern sehr bewundernswert, als für die Vertonung von TV-Sendungen sonst nur fünf CDs zur Verfügung stehen: “Moon Safari” von Air, das Best Of von Massive Attack, der “Fight Club”-Soundtrack und die jeweils aktuellen Alben von Sigur Rós und Coldplay. Am Tag der Veröffentlichung des Interviews erklang zum Beispiel nur Momente, nachdem sich Giulia Siegel beklagt hatte, dass die Medikamente gegen ihre Rückenschmerzen überhaupt nicht anschlagen würden, “The Drugs Don’t Work” von The Verve, was zwar ziemlich naheliegend, aber irgendwie doch toll war.

Lesen Sie das Interview hier und erfahren Sie unter anderem, wie die Kilians in den Dschungel kamen.

Und wo wir grad beim Fernsehblog und im Dschungel sind, sollten Sie dieses Interview mit Dirk Bach gleich auch noch lesen.

8 Kommentare

  1. 1

    Gute Musik wird für eine schlechte Sendung missbraucht…

  2. 2

    Ich seh’s so: Gute Musik sorgt dafür, dass eine gute Sendung noch ein bisschen besser wird.

    Und wenn für gute und nette Musiker ein paar Cent GEMA abfällt, soll mir das auch recht sein.

  3. 3

    Konnte leider nichts von miterlehen weil nur einmal zufällig reingeschaltet als Gewinnerin über die Brücken zu den Moderatoren ging, und da lief in einer Endlosschleife “Snow” von den RHCP, was ein eher nervig als passend wirkte.
    Aber vllt ist mir da nr die Bedeutung entgangen…

    von dem was du schreibst und was das Interview hergibt hat man sich aber tatsächlich Mühe gegeben und nachdem ich eine Zeit bei einer Fernsehproduktionsfirma gearbeitet habe weiß ich das zu schätzen. Dort wurden nämlich fast immmer und immer wieder die gleichen Interpreten (Enrique Eglesias, Buena Vista Social Club, Paul Anka) verwendet, so dass mans irgendwann einfach nur leid war…passte allerdings auch ganz gut ins Format…

  4. 4

    Die haben aber nicht einmal die Best of Massive Attack, sondern bloß eine einzelne Single.

  5. 5

    ich verstehe nicht, warum sich die, ich sag mal “blogosphäre”, so ins zeug legt um zu beweisen, dass ibeshmhr eine gut gemachte show ist. der exzessive gebrauch von kamerakränen, mit lust vorgetragenen zynischen sprüchen und, jetzt neu, verantwortungsbewußtem musikredakteur ändert doch nichts am grundkonzept der sendung, was hauptsächlich daraus besteht, möglichst oft die einblendung von kostenpflichtigen telefonnummern zu zeigen.

    würde es nicht genügen, nur auf die doppelmoral der medien hinzuweisen (Ekel TV, aber plus Bilderstrecke der widerlichsten Szenen)? Muss man, was wahrscheinlich auch ein reflex ist, deshalb die sendung gleich gelungen finden, vielleicht auch aus gründen der abgrenzung?

  6. 6

    @heumahd: Erstens findet hier nicht die sogenannte oder auch Blogosphäre die Sendung gut, sondern ich, ich, ich! Und zweitens würde ich die auch gut finden, wenn alle anderen die gut finden würden.

    Warum muss man denn immer gleich von tiefschürfenden Anti-Haltungen und “Reflexen” ausgehen, wenn die Antwort “persönlicher Geschmack” so viel näher liegt?

    Zu den Anrufen: Ja, die gibt es natürlich. Aber ich glaube, das ist noch mal was anderes als bei “Deutschland sucht den Superstar”, wo der (viel jüngeren) Zielgruppe ständig erzählt wird, das weitere Leben eines Kandidaten (oder zumindest dessen Werdegang) hinge jetzt von ihren Anrufen ab.

    Ich habe keine Ahnung, ob RTL die Anruferzahlen vom Dschungelcamp veröffentlichen wird, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass da deutlich weniger Menschen anrufen als bei “DSDS”.

  7. 7

    Angesichts des Tons, den Ibeshmhr-Kritiker nicht nur gegenüber der Show selbst sondern auch (wenn nicht gar vor allem) deren Zuschauern anschlagen, halte ich eine fundierte Begründung der persönlichen Einschätzung für völlig legitim.

    Den Einspruch gegen den Vorwurf, als Zuschauer müsse man geistig degenerierter Abschaum sein, nicht zulassen zu wollen oder als Reflex abzumeiern (Gott bewahre, dass da geistige Prozesse hinter stecken könnten), beißt sich IMO mit der Selbsteinschätzung der begeisterten Nichtseher, sich auf einem viel höheren kulturellen Level zu bewegen.

  8. 8

    Nach einer knappen Woche Wohnzimmer-Urlaub muss man sagen: Die Dschungel-Show (aber auch Big Brother) ist halt gut gemacht und fair zu den Protagonisten – im Gegensatz zu vielen Sendungen im Tagesprogramm, wo die Leute teilweise wirklich der Öffentlichkeit vorgeführt werden, und es nicht einmal merken.

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