And no religion, too
Von Lukas Heinser am Sonntag, 23. November 2008 20:02
Kategorie: Rock'n'Roll High School
Bei einem Unternehmen, das seit 2000 Jahren floriert, sind 41 Jahre ein Wimpernschlag.
Gerade mal so lang hat es gedauert, bis der Vatikan John Lennon sein “We’re more popular than Jesus now”-Zitat vergeben hat.
dpa tickert dazu:
In der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» nimmt der Heilige Stuhl nun das Erscheinen des «White Album» der Beatles im November 1968 zum Anlass, Lennon zu verzeihen.
Nach so vielen Jahren scheint das doch «nur der Übermut eines Jugendlichen der englischen Arbeiterklasse» gewesen zu sein, der «ganz offensichtlich überwältigt war von einem unerwarteten Erfolg», schreibt die Zeitung. Zudem lobte das Blatt die Platte der Beatles, die heutige Popmusik sei häufig eher von schlechterer Qualität.
Zum Vergleich: Galileo Galilei wurde nach 359 Jahren formal rehabilitiert, Martin Luther wartet darauf seit 488 Jahren. So sehr wie die Beiden ist John Lennon allerdings nie verstoßen worden — er war aber eh nicht katholisch.
Sonntag, 23. November 2008 22:40
Ich frag mich immer wie das im Vatikan eigentlich abläuft. Ich meine, gab es einen aktuellen Anlass John Lennon zu rehabilitieren oder Galileo. Hat sich jemand beschwert oder hat Yoko-Ono den Papst besucht. Mir kommt das eher so vor als würde der Vatikan alle 2-3 Jahre eine Vergebungstombola verantstalten, in dem alle von der Kirche verurteilten Böse- oder Nichtbösewichter in einen Topf geworfen werden und der glückliche Sieger am Ende aus dem Fegefeuer geangelt wird.
Montag, 24. November 2008 9:28
Hmm… An die Beatles kann ich mich erinnern, aber wer oder was zum Teufel ist dieser Vatikan?
Montag, 24. November 2008 11:31
Und der Vatikan hat das Lennon-Zitat noch immer nicht richtig verstanden.
Dienstag, 25. November 2008 21:14
BREAKING NEWS
Offiziell bestätigt: die Katholische Kirche hinkt dem Rest der Welt nur noch 41 Jahre hinterher!
Mit Luthers Rehabilitation wirds wohl eh nix mehr.
Mittwoch, 26. November 2008 16:41
Ich glaube kaum, dass Luther darauf wartet, selbst wenn er die aktuelle Lage aus irgendeiner himmlischen SPosition verfolgt.