Und jetzt sind wir wieder schwierig
Von Lukas Heinser am Freitag, 28. März 2008 16:39
Kategorie: My Shared Folder, Rock'n'Roll High School
Heute erscheint mit “Graceland” die Vorabsingle zu “Sylt”, dem neuen, dritten Album von kettcar. Ich hätte nie gedacht, sowas mal zu schreiben, aber der Song macht nicht gerade Lust auf das Album.
Musikalisch ein stolpernder Rocker ohne echte Struktur und Melodien, wirkt der Text wie der Versuch, sich unbedingt von den eigenen Emo-Texten der Vergangenheit und der Seichtheit der ganzen anderen Deutschrockbands unterscheiden zu wollen. Irgendwie eine Wichsvorlage für Intro, Spex und Visions – wobei deren Leser die Band sicher schon hassen, seit sie auf Platz fünf der deutschen Albumcharts war.
Dafür ist das Video recht hübsch geworden:
Ich werde mir das Album natürlich trotzdem wieder kaufen. Auch wenn ich vielleicht langsam zu alt dafür bin.
Freitag, 28. März 2008 21:10
Jetzt hätte ich glatt gesagt, der Song ist ihr bester seit dem Debüt. Aber du wirst sioher recht haben. ;-)
Samstag, 29. März 2008 10:15
ich denke da schreibt jetzt ein 39 jaehriger familienvater texte die besonders gut 39 jaehrige familienvaeter und – muetter verstehen
ich haette die texte vor ca. 20 jahren schei… gefunden ;-)
siehe auch hier: http://www.taz.de/1/leben/musi.....8e75161d41
@ oliver: nur zum klarstellen: mit dem 39 jaehrigen meinte ich mich selbst, ueber dein alter wollte ich mir jetzt kein urteil erlauben nur weil du den song auch gut findest ;-)
Samstag, 29. März 2008 13:00
Der taz-Text schlägt ja dem Fass die Krone ins Gesicht, was nichtssagenden, aber um Bedeutungsschwangerschaft bemühten Musikjournalismus angeht. Wenn die deutsche Rockmusik wie in der Dachzeile postuliert “am Ende” sein soll, ist das Darüberschreiben aber schon weit darüber hinaus.
Samstag, 29. März 2008 17:20
http://www.taz.de/blogs/popblo.....9-kettcar/ oder http://www.taz.de/1/leben/musi.....t-und-alt/ – ich vermute, Du meintest letzteren. Mich dünkt, Du hättest den Text etwas mißverstanden.
Rockmusik, das ist, sehen wir den Tatsachen ins Auge, längst die Musik des Bewahrens. Und mithin der perfekte Soundtrack für das große Lamento, die Klagen einer vergessenen Generation.
Stimmt doch.
Samstag, 29. März 2008 18:11
Ich meine natürlich den weiter oben verlinkten taz-Text, nicht den Blogpost im Popblog. Und diesen Text von Thomas Winkler habe ich gar nicht verstanden, weil er einfach völlig nichtssagend ist. Aber da ich glaube, den Namen kürzlich erst im deutschen “Rolling Stone” gelesen zu haben, würde das ja wieder passen.
Samstag, 10. Mai 2008 0:18
[...] Hab ich mir das Lied jetzt nur schöngehört oder ist es mit der Zeit doch noch gewachsen? Musikalisch ist es für kettcar immer noch [...]