Die Frage nach dem Schicksal…

Von irish, 22. Februar 2007 0:28

Immer wieder stelle ich fest, dass das TV-Programm nicht immer die passende Alternative zum gemütlichen Feierabend ist, aber vorgestern lief auf SAT1 ein Film, der mich tatsächlich nachdenklich stimmte… zugegeben, Frauen haben eher eine Ader für Kitsch und Romantik, aber da gehöre ich normalerweise nicht zu. „Weil es dich gibt“ ist eigentlich eine typische Hollywood-Schnulze mit Happy End, jedoch hat dieser Film eine Prise realistische Dramatik. Eine Frau und ein Mann begegnen sich zufällig, verstehen sich gut und es könnte ein wunderbarer Anfang für eine Beziehung werden, wenn da nicht diese irre Idee vom Schicksal wäre… Auf die Frage, ob sie sich wieder sehen, entgegnet die Frau: „Wenn es das Schicksal so will… ja.“ Woraufhin sie ihren Namen in ein Buch kritzelt und es direkt danach an einen Antiquitätenhändler verkauft, ohne den Mann auch nur einen Blick darin werfen zu lassen. Er schreibt seinen Namen und seine Nummer auf einen Dollarschein und dieser wird als Wechselgeld benutzt. Wenn dieses Paar dafür bestimmt ist, sich wieder zu sehen, würde er das Buch irgendwann in die Hände bekommen oder sie diesen einen Dollarschein. Im Prinzip völlig unrealistisch – jedoch war es nicht diese Story, die mich so faszinierte, sondern alleine der Gedanke, ob es etwas wie Schicksal tatsächlich gibt. Man begegnet so vielen Menschen im Leben, ist dauernd neuen Herausforderungen ausgeliefert, ist gezwungen Entscheidungen zu treffen, und doch gibt es Situation in denen man sich denkt: Vielleicht musste das so sein… oder das andere Extrem: Was hatte das jetzt für einen Sinn?
10 Jahre hat das Paar in diesem Film gebraucht, um sich wieder zu treffen – dramatischerweise waren beide kurz vor ihrer Hochzeit. Auch das ist eher Hollywood-like – dennoch kann man da Parallelen für´s reale Leben ziehen, oder woran liegt es, dass man nach Jahren plötzlich an Menschen denken muss, die man Ewigkeiten nicht gesehen hat, man sich plötzlich fragt, was wohl aus denen geworden ist und nimmt den Kontakt plötzlich auf? Meiner Meinung nach, sollte jeder diese Erfahrung machen, dass es Menschen im Leben gibt, die einen (auch wenn man keinen Kontakt wirklich zu Ihnen hat) das ganze Leben lang begleiten… ob das wohl Schicksal ist? Albert Einstein hat einmal gesagt: Gott würfelt nicht.

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  1. 12sekunden
    5. November 2007, 16:33

    vielleicht schicksal, vielleicht auch das passende resonanzfeld … wer weiß das schon.

    ich für meinen teil muss immer wieder an meinen – wirklich lieb gewonnenen mathelehrer denke (so was gibt’s tatsächlich). besonders kurz vor weihnachten kommt er mir in den sinn, weil er zu dieser zeit seine familie in deutschland besucht.

    *ups*, ich merke schon, ich werde nostalgisch.

    [sehr angenehmes weblog übrigens]