Fair is foul and foul is fair

Von Lukas Heinser, 17. Februar 2007 13:32

Sie lässt uns einfach nicht los, die deutsche Vanity Fair: Der frühere Viva-2-„Rüpelkomödiant“ Niels Ruf, der offenbar seit längerem eine neue Show beim Digitalfernsehkanal Sat 1 Comedy hat, hat eine Redaktionskonferenz beim fiktiven Hochglanzmagazin „Vanity Fear“ gedreht. Den äußerst unterhaltsamen Clip gibt’s hier zu sehen und natürlich schwärmt schon die halbe Blogosphäre davon.

Auch bei sueddeutsche.de, wo man ja schon vor ein paar Wochen Web 9 3/4 und lustige Online-Clips für sich entdeckt hat, wird Rufs Video hoch gelobt. Mit einem Text, der nach mindestens ebenso überdrehter Redaktionskonferenz klingt. Auszug:

Wir sagen dazu nichts weiter und behaupten auch nicht, dass dieses Video den Ablauf irgendeiner Redaktionskonferenz auf diesem Planeten wiedergibt.
Wir lachen nur – und wir lachen trotzdem – und wenn Sie es sehen, tun Sie es auch. Mehr muss man zum Inhalt nicht sagen. Laut hören, das ist wichtig.

Den Text allein kann man ja schon seltsam genug finden, einen wirklich seltsamen Beigeschmack bekommt der Artikel aber erst, wenn man sich noch mal vor Augen hält, wer eigentlich der Chef von „Vanity Fair“ ist, der da in diesem Video karikiert werden soll: Ulf Poschardt, von 1996 bis 2000 Chef des „SZ-Magazins“, der qualitativ hochwertigen Freitagsbeilage der ohnehin recht empfehlenswerten „Süddeutschen Zeitung“. Ein Schelm, der hier an so unschöne Begriffe wie „Nachtreten“ denkt …


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